Update zur Reform des Mehrwertsteuersystems in der EU

Ende Mai 2018 hat die EU-Kommission weiter technische Massnahmen vorgeschlagen mit denen das Mehrwertsteuersystem in der EU betrugssicherer werden soll. Mit den vorgeschlagenen technischen Massnahmen sollen die Mehrwertsteuervorschriften vereinfacht werden, der bürokratische Aufwand abnehmen und die Systeme benutzerfreundlicher werden.

Bereits Anfang Oktober 2017 hat die EU-Kommission schon Massnahmen für eine Reform des Mehrwertsteuersystems vorgeschlagen. Sie plant das Mehrwertsteuersystem sowohl für Unternehmen als auch für Behörden zu verbessern und zu modernisieren. Ferner soll auch der grenzüberschreitende Mehrwertsteuerbetrug eingedämmt werden.
Gemäss dem Vorschlag soll der Verkauf von Waren von einem EU-Mitgliedstaat in ein anderes genauso besteuert werden wie der Verkauf von Waren innerhalb desselben EU-Mitgliedstaates. Zu den zentralen Punkten der Reform gehören unter anderem die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für Unternehmen, die Vereinfachung der Rechnungslegungsvorschriften, Abbau von Bürokratie und die Umstellung auf das Bestimmungslandprinzip.

Neu hat die EU-Kommission betont, dass grundsätzlich der Verkäufer für das Abführen der Mehrwertsteuer verantwortlich sein soll. Es sei denn, es handelt sich um einen zertifizierten Steuerpflichtigen. In dem Fall soll die Verantwortung zum Abführen der Mehrwertsteuer auf den Käufer übergehen. Damit stellt die EU-Kommission klar, dass sie am "zertifizierten Steuerpflichtigen" festhalten will.

Über konkrete Gesetzgebungsvorschläge werden wir unsere Mitglieder auf dem Laufenden halten.